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Friday
January 25, 2008
  Investor's great plans in 2008(Text in German)
 

Von einem Aufschwung konnte 2007 auf dem deutschen Wagniskapitalmarkt keine Rede sein. Die Zahl der Beteiligungen und der investierten Mittel stagnierte. Ohne das massive Engagement der öffentlichen Hand hätten nur ganz wenige junge Hightech-Firmen eine Erstfinanzierung erhalten. Wird sich 2008 die Lage bessern? Das Venture Capital Panel ist dieser Frage in der aktuellen Erhebung nachgegangen. Die ermittelten Zahlen stimmen optimistisch: Mehr als die Hälfte der befragten Wagniskapitalgeber will im neuen Jahr mehr Beteiligungen eingehen als 2007 (siehe Grafik). Nur jede siebte VC-Gesellschaft hat die Absicht, weniger Investments zu tätigen. Besonders erfreulich: Die Zahl der so genannten A-Runden, bei denen ein junges Unternehmen erstmals mit Wagniskapital ausgestattet wird, soll steigen. 56 % der befragten Investoren gaben an, sich 2008 an mehr A-Runden zu beteiligen als in den vergangenen zwölf Monaten. Lediglich jeder vierte VC-Fonds will weniger oder gar keine A-Runden abschließen. Im neuen Jahr richten die meisten Wagnisfinanzierer den Fokus auf ganz junge Hightech-Firmen. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, sich vor allem an Gesellschaften zu beteiligen, die in ihrer Unternehmensentwicklung noch ganz am Anfang stehen (Frühphaseninvestment). Ebenfalls mehr als die Hälfte der Panelteilnehmer will sich 2008 auf den Verkauf von Beteiligungen konzentrieren. Fortsetzen dürfte sich auch in diesem Jahr der Trend zu syndizierten Investments, bei denen zwei oder mehr Beteiligungsgesellschaften ein junges Technologieunternehmen gemeinsam mit Eigenkapital versorgen. Befragt nach ihren Branchenfavoriten zeigt sich folgendes Bild: Besonders interessiert sind die Investoren an Gründungsprojekten aus den Sektoren Energie/Umwelt, Medizintechnik und Laser/Photonik. Schlechte Karten bei Wagnisfinanzierern haben hingegen Hightechs aus der Telekommunikation und der Biotechnologie. In sie soll 2008 seltener investiert werden.

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Venture Capital Panel: Ergebnisse des 4.Quartals 2007 – Weniger Geld für junge Hightech-FirmenWagniskapital: Enttäuschung zum Jahresausklang

Der deutsche Wagniskapitalmarkt schwächelt: In den drei letzten Monaten des vergangenen Jahres wurden weniger neue Beteiligungen eingegangen und weniger Kapital investiert als im Vorquartal. Das enttäuschende Schlussquartal verhagelte auch die Jahresbilanz 2007, so die aktuellen Zahlen des Venture-Capital- Panels, das die VDI nachrichten gemeinsam mit der Münchener Beratungsgesellschaft FHP Private Equity Consultants durchführen.
Auf der Zielgeraden ging den meisten Investoren die Puste aus: Im 4. Quartal des vergangenen Jahres meldeten sie nur 83 Beteiligungen mit einem Volumen von 104 Mio. €. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht dies einem Rückgang von 20 % bei den Beteiligungen und 11 % beim investierten Kapital. „Dieser Rückgang ist umso enttäuschender, als die drei letzten Monate in den vergangenen Jahren immer zu den stärksten Quartalen gezählt hatten“, kommentiert Götz Hoyer, der bei FHP das Venture-Capital-Panel betreut.
Die Gesamtinvestitionen in junge Hightech-Firmen übertrafen 2007 nur leicht den entsprechenden Wert des Vorjahres. Sie stiegen auf 436 Mio. € nach 426 Mio. € im Jahre 2006. Ganz ähnlich das Bild bei der Zahl der Beteiligungen: Auch sie erhöhte sich nur leicht von 339 im Jahr 2006 auf 353 im vergangenen Jahr.
Einen wesentlichen Beitrag lieferten dazu öffentliche Investoren, wie beispielsweise der High-Tech Gründerfonds oder die KfW Bankengruppe (ERP-Startfonds). Mittlerweile steht diese Investorengruppe für rund 40 % aller Beteiligungen.
Noch größeres Gewicht haben die staatlich dominierten Fonds bei den sogenannten A-Runden (Finanzierung, bei der einem Jungunternehmen erstmals Wachstumskapital zufließt): Fast drei Viertel der 143 A-Runden des vergangenen Jahres wurden aus öffentlichen Fonds finanziert. Auch wenn die Zahl der A-Runden im 4. Quartal mit dem Gesamtmarkt zurückging, bleibt über das Jahr gesehen ein Anstieg von 18 %. Für Götz Hoyer ein „Lichtblick“ im sonst eher trüben Marktbild.
Für den Großteil des investierten Kapitals sorgen jedoch nach wie vor die privat geführten VC-Gesellschaften. Diese investierten mit 87 Mio. € in entsprechend größeren Finanzierungsrunden mehr als fünf Mal so viel wie ihre Kollegen von der öffentlichen Seite.
Das meiste Kapital nahm mit rund 25 Mio. € TVM Capital in die Hand. Ein Großteil davon kam einem Biotech-Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern zugute.
Zu den investitionsfreudigsten Venture-Capital-Gesellschaften zählten im 4. Quartal außerdem Global Life Science mit 12 Mio. € und Ventizz mit 10 Mio. €.
Insgesamt flossen 35 Mio. € in 14 junge Firmen aus dem Biotech-Sektor, der damit abermals mehr Kapital auf sich zog als jede andere Branche.
Die meisten Beteiligungen wurden hingegen mit 19 Investments und einem Gesamtkapital von 14 Mio. € in der Softwarebranche abgeschlossen. Ähnlich erfolgreich bei der Einwerbung von Eigenkapital war die Medizintechnik: In zwölf Unternehmen wurden 25 Mio. € investiert.
Bei der regionalen Verteilung der Engagements landete erstmals Berlin auf dem ersten Platz. Im 4. Quartal entfielen 22 % aller Investments auf die Hauptstadt. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (17 %) und Bayern (12 %).
Der positive Trend beim Verkauf von Unternehmensbeteiligungen im Jahr 2007 hat sich im Schlussquartal nicht fortgesetzt: Insgesamt wurden 27 Exits verbucht – nach 36 im Vorquartal. Davon entfielen elf auf den Verkauf von Beteiligungen an Industrieinvestoren (Trade Sales). In zehn Fällen verkauften Investoren Anteile an der Börse. Erfreulicherweise mussten die 36 befragten Fonds nur zwei Totalausfälle (Abschreibungen) verkraften.

PETER SCHWARZ



   


 
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